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Eigenschaften

Almanach der

Toten

Wissen, Legenden und Aufzeichnungen der bekannten Welt


Die Emotion

Ein wesentlicher Aspekt des Untots ist die schwindende Emotionalität. Das Leben und in gewisser Weise auch der Abyss, definieren sich über Emotionen: Tugend ebenso wie Sünde entspringen leidenschaftlicher Regung. Die Untoten stehen hierzu im Kontrast. Je mächtiger und älter sie werden, desto weiter entfernen sie sich von emotionaler Regung. Ein frischer Erhobener mag noch Zorn, Verzweiflung oder Sehnsüchtigkeit verspüren, doch mit der Zeit verblassen diese Empfindungen und weichen einer kalten Distanz. Gerade hierin liegt ein großes erzählerisches Potenzial: der schleichende Verlust dessen, was einst Menschlichkeit bedeutete.

Spielbarkeit und narrativ

Niemand muss völlige Emotionslosigkeit darstellen. Charaktere ohne jede Regung verlieren auf Dauer an Tiefe, während ein Großteil von Dramatik und Spielfreude aus emotionalen Begegnungen entsteht. Und doch ist es in zahllosen Narrativen üblich, dass die Toten nur noch schwache oder verblassende Emotionen besitzen – ein Grundsatz, der auch hier gilt. Selbst Lust ist eine Emotion!

Echos der Vergangenheit

Ein möglicher Ausdruck verbliebener Menschlichkeit sind Echos der Emotion: plötzliche Flashbacks aus der Zeit des Lebens, die einen Mortarch oder Untoten überfallen können. Diese Momente können sich äußern als: unkontrollierte Emotionsspitzen mechanisch wirkende Gefühlsausbrüche übersteigerte oder fehlgeleitete Reaktionen flüchtige Erinnerungsfragmente vergangener Bindungen Solche Echos sind keine Rückkehr des Lebens, sondern ein Nachhallen dessen, was verloren ging.
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