Nekromantie
Almanach der
Toten
Wissen, Legenden und Aufzeichnungen der bekannten Welt
Das Machtniveau der Nekromantie
Das Machtlevel der Nekromantie lässt sich nur schwer exakt definieren. Nach unserer Lore ist es Spielern derzeit nicht möglich, ganze Legionen von Untoten zu erschaffen oder dauerhaft zu kontrollieren. Ein einzelner, sehr mächtiger Nekromant vermag möglicherweise bis zu fünf fähige Untote gleichzeitig zu steuern. (Vgl. hierzu Der Fall Charles Dexter Ward von H. P. Lovecraft.) Wichtig ist die Unterscheidung: Steuern bedeutet bewusste Kontrolle. Untote lediglich „anzupeitschen“ kann dazu führen, dass sie sich dem Willen ihres Beschwörers entziehen. Nekromantie ist in unserem Setting eine rituelle Magie. Sie erfordert Vorbereitung, Zeit und Hingabe – sie geschieht nicht mit einem Fingerschnippen. Wir setzen bewusst keine starren Grenzen, geben jedoch einen Bereich vor, den wir als akzeptabel betrachten. Abweichungen sind erzählerisch möglich, doch die Kontrolle hunderter Seelen bleibt Wesenheiten von außergewöhnlicher Macht vorbehalten – ein „Boss“- Phänomen, nicht etwas, das in Spielerhände gehört. Nekromantie ist bei uns untrennbar mit Verfall verbunden. Jeder, der sich dieser Kunst bedient – selbst ein lebender Mensch –, trägt sichtbare Zeichen des Niedergangs. Je intensiver die Praktiken, desto deutlicher treten diese Merkmale hervor. „Gute“ oder „liebe“ Nekromanten sind in diesem Kontext nicht vorgesehen. Die Kunst selbst ist ein Eingriff in die natürliche Ordnung und fordert ihren Preis. Die wahren Herren der Nekromantie sind die Hohen Untoten. Kein Lebender wird jemals eine vergleichbare Macht über die Toten erlangen. Nur ein Hoher vermag es, aus der Nekromantie in die höhere Sphäre der Seelenmagie aufzusteigen – eine Schwelle, die Lebenden verschlossen bleibt.
